Allgemeines

Zeitplan

Nutzungen

Logistik

Wohnen

Einzelhandel

Kunst

Zwischennutzungen

B-Part Konzept

B-Part Beteiligung

B-Part Zeitplan

B-Part Bau / Ausblick

Prozess / Beteiligung

Wettbewerb

Denkmalschutz

Verkehr

Lärm

Umwelt

Allgemeines

Was ist eigentlich die Urbane Mitte? An wen richtet sich das Angebot an der Urbanen Mitte?

Die Urbane Mitte am Gleisdreieck schließt im Zentrum Berlins eine der letzten großen Lücken in der Hauptstadt. Sie wird als letzter Baustein einer langangelegten Neuordung des Gleisdreiecks die Bezirke Mitte, Schöneberg und Kreuzberg miteinander verbinden und eine Brücke zwischen dem beliebten Park am Gleisdreieck und der Stadt schlagen. In der Verbindung aus denkmalgeschütztem Bahnhof und moderner, zukunftsorientierter Architektur entsteht ein neues Stück Stadt, das den Anspruch hat sich einzufügen, zu verbinden und neue Impulse zu geben. Bis 2025 soll ein Quartier entstehen, das ein sinnstiftendes und gleichzeitig inspirierendes Umfeld in einer gesunden, aktivierenden Stadtlandschaft bietet.

Wer entwickelt die Urbane Mitte?

Die Urbane Mitte am Gleisdreieck wird von einer Vielzahl von Beteiligten gemeinsam entwickelt. Die Bezirksverwaltung, Stadtplaner, Architekten, Projektentwickler, Immobilienberater und -ökonomen arbeiten unter Federführung der COPRO Projektentwicklung GmbH mit viel Herzblut und Enthusiasmus an der Realisierung der Urbanen Mitte. Die Planungshoheit liegt beim Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Die COPRO Projektentwicklung GmbH vertritt die Interessen der Eigentümer.

 

Zeitplan

Wie sieht der weitere Zeitplan aus? Wann ist mit dem Baustart zu rechnen?

Der Baustart für die Urbane Mitte am Gleisdreieick ist voraussichtlich in 2020.

Wie können die Einschränkungen der Nutzung des Umfelds während der Bauzeit möglichst gering gehalten werden?

Der Verkehr wird im Umfeld des Gleisdreiecks während der Bauzeit zunehmen. Um die Einschränkungen der Nutzung des Umfelds während der Bauzeit möglichst gering zu halten, wird ein Baulogistikkonzept im Auftrag von LMBG entwickelt, das die notwendigen Baustellenverkehre möglichst effizient organisiert und für die umliegenden Straßen minimiert. An einem entsprechenden Konzept wird bereits gearbeitet. Dieses wurde in einem Entwurfsstand am 04.06.2018 öffentlich vorgestellt.

 

Nutzungen

Ist die Urbane Mitte 24/7 frei zugänglich?

Die Urbane Mitte soll ein ganztägig bespielter und belebter urbaner Ort werden. Die Nutzungsmischung aus gewerblichen, gastronomischen, kulturellen und freizeitorientierten Nutzungen stellt eine Belebung des Areals auch in den Abendstunden sicher. Dementsprechend wird das Areal rund um die Uhr zugänglich sein.

Welche Nutzungen sind vorgesehen?

Vorgesehen sind in erster Linie kerngebietstypische Nutzungen, also beispielsweise Flächen für Büros, Einzelhandel und Gastronomie. In den Erdgeschosszonen werden kleinteilige, attraktive Flächen für öffentliche Nutzungen entstehen, etwa für Einzelhandel, Kultur, Kunst, Handwerk, Gastronomie und Sport. In den Obergeschossen sind vor allem Büroflächen, aber auch ein Hotel geplant.

Werden Angebote für die Nahversorgung geschaffen?

Ein Nahversorger ist für die Urbane Mitte fest eingeplant. Dies entspricht auch den Wünschen der Beteiligten zur Verbesserung der Versorgungssituation im Rahmen des Werkstattverfahrens. Welcher Einzelhändler dies letztendlich sein wird, steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest.

 

Logistik

Wie funktioniert die Ver- und Entsorgung?

Das Plangebiet wird nicht nur relativ frei von Fahrten des motorisierten Individualverkehrs sein, auch die Verkehre der Ver- und Entsorgung sollen weitgehend unterirdisch erfolgen. Die Promenaden und Hofflächen werden so von Lieferverkehren freigehalten. Ein entsprechendes Konzept zur Ver- und Entsorgung wird derzeit erarbeitet.

 

Wohnen

Warum werden Wohnnutzungen in der Urbanen Mitte ausgeschlossen?

Da es sich bei dem Grundstück der Urbanen Mitte um ein sogenanntes Kerngebiet handelt, ist der Bau von Wohnungen nach dem Baugesetzbuch nur in Ausnahmen erlaubt. Eine Wohnnutzung ist aufgrund der starken Lärmbelastung durch das Messegelände (STATION) auf der einen und den Schienenverkehr (U1, U2, perspektivisch S21) auf der anderen Seite nur sehr eingeschränkt möglich. Wohnungsnahe Nutzungen wie etwa ein Hotel oder studentisches Wohnen sind von Einschränkungen dieser Art nicht in gleicher Weise betroffen.

 

Einzelhandel

Wie viel Einzelhandel kommt tatsächlich und welche Sortimente?

Für den Bebauungsplan wurde ein Einzelhandelsgutachten eingeholt, das einen verträglichen Einzelhandelsflächenrahmen ermittelt und definiert hat. Neben der gutachterlichen Untersuchung, wieviel Einzelhandel am Standort verträglich ist, wird bereits daran gearbeitet, wie die Erdgeschosszonen belebt und attraktiv gestaltet werden können. Welche Einzelhändler sich am Gleisdreieck ansiedeln werden, steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest.

 

Kunst

Werden auch (preisgünstige) Werkstätten oder Ateliers für Künstler geschaffen?

In den Bahnviadukten sind Werkstätten und Ateliers für Künstler geplant, die diesen zu einem vergünstigten Mietzins zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist eine lebendige Mieterschaft aus lokalen Künstlern und produzierenden Handwerksbetrieben. Der Wunsch nach Nutzungsmöglichkeiten für Künstler wurde mehrfach im Rahmen des Werkstattverfahrens genannt. Dieser Wunsch ist Teil des Konsenskonzepts. Auf der Urbanen Mitte soll ein facettenreicher Nutzungsmix entstehen, von dem Anwohner und Besucher gleichermaßen profitieren – und Raum für Kreativität gehört sicher dazu.

 

Zwischennutzungen

Sind über B-Part und das BRLO BRWHOUSE hinaus weitere Zwischennutzungen geplant?

Auf dem Gelände der Urbanen Mitte am Gleisdreieck werden im Vorfeld der künftigen Quartiersentwicklung ausgewiesene Flächen für sogenannte Pioniernutzungen bereitgestellt. Neben dem bereits seit 2016 auf der Fläche befindlichen „BRLO BRWHOUSE“, einer Kleinbrauerei mit Restauration, soll ein Innovationslabor der Urbanen Mitte, genannt „B-Part“ installiert werden. B-Part ist als Experimentierlabor für das ideale Stadtquartier konzipiert – sowohl konkret für den Standort der Urbanen Mitte als auch grundsätzlich für die „Stadt von morgen“. Es werden Erkenntnisse über das Arbeiten der Zukunft, zukunftsfähige Mobilität und urbane Gemeinschaften gewonnen.

Weitere Pioniernutzungen sind möglich und willkommen. Über Anregungen freuen wir uns.

 

B-Part Konzept

Was ist eigentlich B-Part?

B-Part ist ein temporäres, in modularer Holzbauweise errichtetes Multifunktionsgebäude auf dem Baugrundstück der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck. Als Labor für das ideale Stadtquartier bietet B-Part auf ca. 1.000 qm für voraussichtlich vier bis fünf Jahre ein Experimentierfeld für Menschen, die die Lebens- und Arbeitswelten von morgen erforschen und mitgestalten möchten.

Für wen ist B-Part?

B-Part ist für alle, die sich für Themen der „Stadt von morgen“ begeistern können und sich in die inhaltliche Ausgestaltung der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck einbringen möchten. Im interdisziplinären Austausch sollen zukunftsfähige Lösungen und Erkenntnisse über das Arbeiten der Zukunft, zukunftsfähige Mobilität und urbane Gemeinschaften gewonnen und diskutiert werden.

Welche Angebote gibt es darüber hinaus?

B-Part wird als kommunikativer Ort ein öffentliches Café für die Versorgung und den Austausch der Coworker beinhalten, das ebenso auch Nachbarn und Besuchern als Treffpunkt offensteht. Flexibel nutzbare Mehrzweckräume für Präsentations- und Workshopformate sowie Kunstausstellungen, Panels und Events für bis zu 200 Personen stehen ebenfalls bereit. Berliner und internationalen Künstlern werden zwei Ateliers zur Verfügung gestellt. Außerdem wird es rund um B-Part besondere Outdoor-Sportangebote geben, die eine Verbindung aus Nachhaltigkeit, Gesundheit und urbanem Miteinander schaffen.

Wer betreibt B-Part?

B-Part wird als Pioniernutzung der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck durch den Berliner Coworking-Anbieter „St. Oberholz“ betrieben, vertreten und geführt von Ansgar Oberholz. Janusch Munkwitz, erfahrener Gastronom und Geschäftsführer des Architektur- und Designbüro Supersupply Limited, kümmert sich um die Gastronomie in B-Part. Er ist außerdem Besitzer der Bar „Paul & George“ sowie des „Condesa“ am Marienplatz in Stuttgart. Für die Kuratierung der Kunstthemen ist der renommierte Berliner Kurator und Pionier für die temporäre Bespielung von Räumen  Rüdiger Lange verantwortlich. Der Gründer der Förderplattform „loop – raum für aktuelle kunst“ wird das Thema Kunst federführend befüllen.

Wie viele Arbeitsplätze werden entstehen?

B-Part bietet Raum für rund 100 Arbeitsplätze in einer inspirierenden Atmosphäre. Verfügbar sind dann sowohl tageweise buchbare Single Desks (Einzelarbeitsplätze) als auch Team Offices für ganze Projektzeiträume.

B-Part Beteiligung

Wer kuratiert B-Part?

Eine Jury wird über die Ideen und Bewerber entscheiden, die die zum Teil über Stipendien geförderten Arbeitsplätze im B-Part nutzen dürfen. Die Zusammensetzung der Jury ist noch nicht festgelegt.

Wie und wo kann ich mich für einen der kuratierten Arbeitsplätze bewerben?

Ende 2018 wird es einen öffentlichen Aufruf geben. Unter news@bpart.berlin können sich Interessierte für den Newsletter eintragen, über den alle weiteren Informationen bekannt gegeben werden.

Wie kann ich eigene Themen in B-Part einbringen?

Neben der Möglichkeit der Teilnahme im B-Part Lab kann jederzeit das B-Part-Team vor Ort angesprochen werden oder über die Website www.bpart.berlin Kontakt aufgenommen werden, um Themen vorzuschlagen.

 

B-Part Zeitplan

Wann ist der Baustart?

Der Baustart fand Ende August 2018 statt.

Wer entwickelt die geht es nach dem Baustart weiter?

Der Rohbau soll bis Ende Oktober 2018 stehen. Im November sind Rohbau-Begehungen für Nachbarn, Anwohner und Interessierte geplant. Bis Anfang Dezember soll der Innenausbau abgeschlossen sein. Eröffnung und Inbetriebnahme sind für Q1 2019 geplant.

 

B-Part Bau / Ausblick

Was ist an der Bauweise von B-Part so innovativ?

B-Part wird in modularer Holzbauweise errichtet. Die Holzbauweise in Fertigteilen ermöglicht die externe Vorproduktion der Bauelemente. Verkehre, Konstruktionszeiten und Lärmemissionen werden dadurch effektiv reduziert. Das Vorhaben kann so innerhalb kürzester Zeit realisiert werden. Durch die zukunftsweisende Konstruktion und eine durchdachte Baustellenlogistik werden Beeinträchtigen für Nachbarn und Anwohner so weit wie möglich minimiert.

Gibt es während der Bauzeit einen Ansprechpartner für die Anwohner?

Während der Bauzeit ist Herr Martin Joos vom leitenden Generalunternehmen Renggli International AG für die Anliegen und Rückfragen der Anwohner, die den Bau betreffen, unter folgender Nummer erreichbar: +49 030 814 542 06.

Was passiert mit B-Part nach Fertigstellung der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck?

B-Part ist zunächst ein temporäres Labor. Es wird aber angestrebt, B-Part in der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck dauerhaft zu integrieren. Das in modularer Holzbauweise errichtete Gebäude wird abgebaut und kann an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Dadurch werden wertvolle Ressourcen geschont.

 

Prozess / Beteiligung

Wie wurden die Belange der Anwohner und Bürger in der Planung berücksichtigt?

Von November 2014 bis Februar 2015 fand ein Werkstattverfahren statt, in dem jeder interessierte Bürger die Möglichkeit hatte, seine persönlichen Vorstellungen und Ideen einzubringen. Die Bürgerdialoge sowie Fachdiskussionen mit Bauexperten und städtebaulichen Verantwortlichen der Stadt Berlin sind auf der Projektwebsite (www.urbane-mitte.de) dokumentiert.

Im November 2015 fand vor Beendigung der zweiten Phase des städtebaulichen Wettbewerbs eine Vorabschau der Wettbewerbsbeiträge statt. Vertreter der Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit, die sieben verbleibenden Entwürfe zu begutachten, zu kommentieren und zu bewerten.

Von Mitte Februar bis Mitte März 2016 lagen die Bebauungsplanunterlagen öffentlich im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg aus. Hier konnte jeder Bürger die Pläne und Entwürfe einsehen und nach Erläuterung der Ziele, Zwecke und Auswirkungen der Planung seine Anregungen bzw. persönliche Meinung abgeben.

 

Wettbewerb

Welches Architekturbüro hat sich im Wettbewerb durchgesetzt?

In der ersten Phase des Wettbewerbs reichten insgesamt 22 Architekturbüros ihre Entwürfe ein. Eine renommierte Jury bestimmte sieben Entwürfe für die zweite Phase. In dieser Phase hatten die Architekten und Stadtplaner die Gelegenheit, ihre bestehenden Entwürfe weiter auszuarbeiten. Im Rahmen der zweiten Jurysitzung im November 2015 wurden schließlich die Sieger des Wettbewerbs bestimmt. Den ersten Platz teilten sich die Berliner Architekturbüros COBE Berlin und Ortner & Ortner Baukunst.

Nachfolgend wurden die Siegerentwürfe durch Planer und Fachgutachter mit Empfehlungen zur Weiterentwicklung begutachtet. Bis Ende Januar 2016 entwickelten die Siegerbüros ihre Entwürfe daraufhin weiter. Im April 2016 legte sich COPRO als Auslober gemeinsam mit der Juryvorsitzenden, Professorin Dörte Gatermann, darauf fest, den Entwurf von Ortner & Ortner weiter zu verfolgen. Dieser Entwurf ist die verbindliche Grundlage für die Erstellung eines Masterplans (Städtebau) und für das weitere Bebauungsplanverfahren.

Warum fiel die Entscheidung auf den Entwurf von Ortner & Ortner?

Der Entwurf überzeugt durch eine große Flexibilität der geplanten Bauten – insbesondere für Sportangebote und eine Kunsthalle, aber auch für Gastronomie und Läden. Zudem sind die Grundflächen der Gebäude im Entwurf von Ortner & Ortner relativ groß. Dies kommt vor allen den Wünschen kreativer Unternehmen entgegen, möglichst auf einer Fläche mit offenem Layout zu arbeiten. Durch großzügige Flächen vor und zwischen den einzelnen Gebäuden fällt die gesamt Bebauung luftig aus. Es entstehen Sichtachsen zum denkmalgeschützten U-Bahnhof Gleisdreieck. Außerdem ist ein Vorplatz im Eingangsbereich des Parks bei der Luckenwalder Straße geplant.

 

Denkmalschutz

Wie wurde der Denkmalschutz in den Planungen miteingebunden?

Während des Wettbewerbs fand eine Beteiligung der oberen und unteren Denkmalbehörde statt. Im Bebauungsplanverfahren nach Baugesetzbuch (BauGB) wurde der Denkmalschutz im Rahmen der sogenannten Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (TÖB) nochmals beteiligt. Ein denkmalpflegerisches Gutachten hat dazu die Vereinbarkeit der Planungen mit dem Denkmalschutz bestätigt und sieht keine Einschränkung der Denkmaleigenschaften durch die aktuelle Planung.

Wie wird heute in der Planung mit dem denkmalgeschützten Bahnhof umgegangen?

Der U-Bahnhof Gleisdreieck mit den Viaduktbögen steht mit seinen angegliederten Funktionsbauten unter Denkmalschutz und wird entsprechend der Vorgaben des Denkmalschutzgesetzes erhalten. Der Bahnhof und seine Nebengebäude sind von den baulichen Aktivitäten auf dem Grundstück nicht direkt betroffen, werden aber als Denkmale von herausragender geschichtlicher, künstlerischer und städtebaulicher Bedeutung im weiteren Entwicklungsverfahren in das Gesamtprojekt integriert. So entsteht ein lebendiges und baulich vielfältiges Stadtquartier.

 

Verkehr

Wird das Planungsvorhaben zu einem höheren Verkehrsaufkommen führen?

Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wurde ein Verkehrsgutachten erstellt, dass diese Frage beantwortet. Das Verkehrsgutachten wurde nach dem Rücklauf aus der Trägerbeteiligung zuletzt noch einmal überarbeitet. Eine Vorstellung der Ergebnisse des Verkehrsgutachtens erfolgte nach öffentlicher Einladung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg am 04.06.2018.

Es lässt sich festhalten, dass das zusätzliche Verkehrsaufkommen gegenüber dem bestehenden Verkehr vergleichsweise gering sein wird. Die Werte liegen teilweise innerhalb der allgemein auftretenden tages- bzw. wochenzeitlichen Schwankungen im Verkehrsgeschehen. Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass sich die bestehende Verkehrssituation zukünftig nur geringfügig ändern wird. Ursächlich ist hier auch die überdurchschnittlich gute ÖPNV- und Radweg-Infrastruktur am Gleisdreieck, die den im Plangebiet Beschäftigten einen Verzicht auf das Auto ermöglichen wird.

Wie wird mit dem ruhenden Verkehr umgegangen? Wird das nördliche angrenzende Parkhaus in die Planung miteinbezogen?

Ein Konzept auch für den ruhenden Verkehr ist Bestandteil der Planung. Die Urbane Mitte am Gleisdreieck wird über eine eigene Tiefgarage verfügen, die für zusätzliche Entlastung sorgen wird. Das nördlich angrenzende Parkhaus ist nicht Teil des Bebauungsplans, wird aufgrund der geringen Auslastung zurückgebaut und durch eine zum Park orientierte Wohnbebauung ergänzt. Die östliche Hälfte des Parkhauses bleibt aber weiterhin erhalten.

Kann die neue Tiefgarage auf dem Grundstück der Urbanen Mitte auch von Anwohnern genutzt werden?

Die Tiefgarage der Urbanen Mitte wird über die bauordnungsrechtlich notwendigen Stellplätze und Mietstellplätze verfügen, die genaue Anzahl ist Teil der Hochbauplanung. Grundsätzlich wird es auch öffentliche Stellplätze geben, die allen Besuchern, Nutzern und Anwohnern zur Verfügung stehen werden.

Wird es eine Verbindung zwischen der S21 und der U-Bahn geben?

Ein direkte Wegeverbindung zwischen S-Bahn und den U-Bahnlinien U1 und U2 wird im Sinne einer optimalen Verzahnung aller Verkehrsmittel ein komfortables Umsteigen ermöglichen. Darüber hinaus soll es vom Bahnhof auch einen direkten – bisher fehlenden – Zugang in den Park geben.

Was passiert mit den Werkstätten der BVG am Gleisdreieck-Bahnhof?

Die BVG wird als Mieter der Werkstätten zunächst am Gleisdreieck verbleiben. Die BVG beabsichtigt aber nach ihrer übergeordneten Planung, sich bis 2021 vollständig aus dem Bahnhof zurückzuziehen. Die dort genutzten Flächen entsprechen schon seit vielen Jahren nicht mehr den Anforderungen der BVG. Nach Öffnung der U-Bahn-Viadukte soll ein Teil der verfügbaren Flächen an lokale und regionale Mieter vergeben werden. Handwerksbetriebe und kleine Manufakturen sollen besondere Berücksichtigung finden.

Wie wird sichergestellt, dass der Radweg seine heutige Funktion erhält und die Nutzung nicht eingeschränkt wird?

Der Fernradweg Berlin-Leipzig bleibt erhalten, wird erweitert und über zusätzlichen Platz für Fußgänger verfügen. In der Planung enthalten ist ein konfliktarmer Kreuzungspunkt für Rad- und Fußverkehr im Zentrum des neuen Stadtquartiers, der auf Kosten des Vorhabenträgers entstehen wird.

 

Lärm

Wie wird in der Planung mit dem Thema Verkehrslärm umgegangen?

Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wird ein Lärmgutachten erstellt, dass diese Frage beantwortet. Der B-Plan kann nur festgesetzt werden, wenn keine Auswirkungen zu erwarten sind bzw. diese kompensiert werden können. Zur Beurteilung der komplexen Schallsituation im Plangebiet wurde eine schalltechnische Untersuchung durchgeführt. Untersucht wurde nicht allein der bestehende bzw. zu erwartende Verkehrslärm (Bahnverkehr), sondern auch der Gewerbelärm (z. B. Veranstaltungsfläche STATION) sowie der Sport- bzw. Freizeitlärm von den Flächen des Parks am Gleisdreieck. Aus den Erkenntnissen werden Maßnahmen zum Schallschutz abgeleitet. Tatsächlich wird das Bauvorhaben sogar als Lärmbarriere wirken und Lärmbelastungen im Park reduzieren.

Wird sich die Lärmsituation im Westpark künftig verändern?

Die Schallemissionen der Hochbahnen und Bahnhöfe belasten aktuell auch den Westpark. Durch den Bau der geplanten S21 mit Hochbahnhof werden die Schallemissionen noch zunehmen. Durch die Neubauten der Urbanen Mitte, die zwar nicht als geschlossene Bebauung, aber als eine Aneinanderreihung von Gebäuden entlang der Parkkante ausgebildet werden, wird im Westpark jedoch wieder eine deutliche Lärmreduktion erreicht. Die Gebäude wirken dann in Teilen wie eine Lärmschutzbebauung.

 

Umwelt

Wie wurden die Umweltbelange in der Planung berücksichtigt?

Die voraussichtlichen Umweltauswirkungen des Bebauungsplans wurden im Rahmen der Umweltprüfung ermittelt und bewertet. Untersucht wurden beispielsweise die Auswirkungen des Vorhabens auf Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Luft und Klima. Die Verdichtung des Plangebiets wird durch planerische Maßnahmen ausgeglichen, so dass von der Planung keine nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt zu erwarten sind oder diese entsprechend kompensiert werden.

Wie wird sich das Mikroklima mit der Bebauung vor Ort verändern? Wie ist das untersucht worden?

Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wird ein Klimagutachten erstellt, dass diese Frage beantwortet. Der B-Plan kann nur festgesetzt werden, wenn keine Auswirkungen zu erwarten sind bzw. diese kompensiert werden können. Das erstellte Klimagutachten ist zu dem Ergebnis gekommen, dass nur geringe mikroklimatische Auswirkungen zu erwarten sind. Auf den Dächern ist dazu die Nutzung regenerativer und klimafreundlicher Energien wie Solaranlagen und Windkraftanlagen vorgesehen.

Welchen Einfluss hat das Planungsvorhaben auf den Park am Gleisdreieck?

Der Park ist öffentliches Eigentum und bleibt in seiner jetzigen Form vollständig erhalten. Es wird ausschließlich auf den ausgewiesenen Baufeldern gemäß dem städtebaulichen Rahmenvertrag von 2005 gebaut. Diese befinden sich neben dem Park.