VORSTELLUNG VERKEHRSKONZEPT

Vorstellung des Verkehrskonzeptes zur Urbanen Mitte

Die vorgestellten Präsentationen finden Sie in dem Beitrag „Ankündigung Verkehrspräsentation“ zum Download.

Wie lässt sich der hohe Anspruch an die Zukunftsfähigkeit der Mobilitätskonzepte der Urbanen Mitte mit den vorherrschenden Verkehrsstrukturen am Gleisdreieck in Einklang bringen? Diese und viele weitere Fragen wurden gemeinsam mit dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg vor rund 100 Anwohnern und Interessierten im Kommunikationsraum des Deutschen Technikmuseums beantwortet. Bezirksstadtrat Florian Schmidt lud die Gäste ein, Fragen zu dem geplanten Bauvorhaben zu stellen und mögliche Bedenken offen anzusprechen, um gemeinsam den Weg für Lösungsansätze zu bereiten, die in den weiteren Planungsprozess mitaufgenommen werden: „Ziel des Bauvorhabens ist eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung des Stadtbezirks Friedrichshain-Kreuzberg, von der möglichst alle Beteiligten profitieren sollen“.

Stefanie Schellin von der Freien Planungsgruppe Berlin informierte zum aktuellen Verfahrensstand des Bebauungsplans VI-140ca und berichtete von den Ergebnissen aus der Trägerbeteiligung zum Thema Verkehr. Um die Verkehrssituation für Fußgänger und Radfahrer entscheidend zu verbessern, ist unter anderem vorgesehen, den Radfernweg Berlin- Leipzig auf sechs Meter zu verbreiten und neue Abstellanlagen für Fahrräder an U- und S- Bahnausgängen zu schaffen. Schellin erklärte auch, dass die Trasse der neuen S-Bahn S21 einmal durch das nördliche Gebiet führen wird. Da zur Vereinbarkeit der beiden Bauvorhaben aktuell noch laufende Abstimmungen mit der Deutschen Bahn stattfinden, wird der Bebauungsplan voraussichtlich geteilt, um zunächst die von der Bahn unbetroffenen Baufelder 6 und 7 im südlichen Bereich zu realisieren, später dann die Baufelder 1 bis 5 im Norden.

Matthias Jakob vom Ingenieurbüro HOFFMANN-LEICHTER stellte das Verkehrsgutachten zur Urbanen Mitte vor. Über die Erläuterung der Auswirkungen der Urbanen Mitte auf die Verkehre vor Ort wurde deutlich, dass das Verkehrsaufkommen aufgrund der ausgezeichneten ÖPNV- Anbindung am Gleisdreieck nach Fertigstellung des Bauvorhabens nur vergleichsweise wenig steigen wird. Die bestehenden wie auch zukünftigen Verkehre lassen sich dazu durch eine verbesserte und verkehrsabhängige Steuerung der Signalzeiten der benachbarten Ampelanlagen effizienter organisieren. Der Lieferverkehr der Urbanen Mitte soll über ein entsprechendes Ver- und Entsorgungskonzept weitgehend unterirdisch abgewickelt werden, um auf oberirdische Verkehre fast völlig zu verzichten.

Guido Riedel, Geschäftsführer der Logistikberatung LMBG, informierte über verschiedene Varianten der Baulogistik der Urbanen Mitte. Alle Varianten wurden nach der Vorgabe des Vorhabenträgers, die Auswirkungen auf Anwohner und Parknutzer so gering wie möglich zu halten, entwickelt. Deutlich wurde, dass die umliegenden Straßen von ausreichender Leistungsfähigkeit sind, um die Baustellenverkehre aufzunehmen. Herr Riedel konnte den
besorgten Anwohnern versichern, dass in allen Varianten kein ruhender Baustellenverkehr im öffentlichen Straßenbereich notwendig ist. Der Park wird während der Bauzeit nicht für
Baustelleneinrichtungen in Anspruch genommen. Die Bauarbeiten werden auf dem Grundstück der Urbanen Mitte abgewickelt. Querungsmöglichkeiten von der U-Bahn in den Park bleiben zu jeder Zeit erhalten.

Zwei Vertreter der STATION Berlin stellten sich anschließend den Fragen zum Verkehrsaufkommen während der Bauphase vor dem Hintergrund von Messen und Events in der STATION. Von den Anwohnern wurde durchaus zustimmend aufgenommen, dass die STATION sich mit dem Vorhabenträger in laufender Abstimmung darüber befindet, wie sich verkehrliche Konflikte während paralleler Messe- und Bauzeiten durch eine vorausblickende Planung und Steuerung vermeiden lassen.

Als Schlusspunkt der Abendveranstaltung verkündete Baustadtrat Florian Schmidt, dass die Diskussion um eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer über das Schöneberger / Hallesche Ufer und den Landwehrkanal zum Potsdamer Platz wieder neu aufgenommen werden soll.

 

© COPRO Projekt, Foto: HGEsch

                                                                                                                                                    

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