DER PARK AM GLEISDREIECK

EIN LIEBLINGSORT

Einer für alle: Rückzugsort, Treffpunkt, Spielplatz, Joggingstrecke oder Sportarena – der Park am Gleisdreieck hat viele Gesichter.

Direkt vor der Haustür der Urbanen Mitte liegt der Westteil des bei allen Generationen beliebten Parks am Gleisdreieck.

 

Rund 31,5 Hektar Grün- und Freizeitfläche, verteilt auf drei Parkabschnitte, verbinden seit 2011 Kreuzberg und Schöneberg. Stück für Stück wurde die ehemals verwilderte Brachfläche zwischen den beiden Bezirken entwickelt und gestaltet. 2011 eröffnete der Ostteil auf Kreuzberger Seite, 2013 der Westteil zur Schöneberger Seite und schließlich 2014 der sogenannte Flaschenhals südlich der Yorkbrücken. „Natürlich“ geteilt wird der Park durch die Trasse der Nord-Süd-Fernbahn.

Es ist ein ganz wunderbarer Park, ein riesiger Gewinn für das Viertel. Der Freizeitwert ist großartig. Ich mag die gelungene Mischung aus Altem und Neuem. Für mich hat der Park Modellcharakter für die Entwicklung aller Parks in Berlin.

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltkommunikation: Der Park am Gleisdreieck. Idee, Geschichte, Entwicklung und Umsetzung, 2013, S.86.

Große Grünflächen wechseln sich mit Spielplätzen und Sportflächen, unberührte Wildwuchsflächen mit Schotter- oder Rosenduftgarten ab.

Besonders bei schönem Wetter tummeln sich Skateboardfahrer neben Inlineskatern und Läufern. Kindergeburtstage und Familienfeste gehören ebenso zum Alltagsbild wie die Freizeitfußballmannschaft oder Picknickgruppe. Einzelne, in ihre Yoga-Übungen versunkene Frühsportler nutzen die Flächen gleichermaßen wie die zahlreichen durch Trainer angeführten Sportgruppen für Fitness-, Zumba- oder Crossfit-Einheiten. Spaziergänger genießen die Vielfalt des Parks, Radfahrer schätzen die autofreie Durchquerung. Boulebahnen, Tischtennisplatten oder Basketballfelder bieten Freizeitsportlern eine große Vielfalt an Möglichkeiten.

 

AUSGEZEICHNET!

Seit seiner Eröffnung wurde der Park bereits mehrfach durch Preise geehrt.

2013 erhielt er den Architekturpreis Berlin, 2014 den Sonderpreis Deutscher Städtebau und 2015 den Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis.

Der Weg dahin war nicht ganz einfach. Anfang des vorigen Jahrhunderts diente das Areal jahrzehntelang dem Personen- und Güterverkehr zum Anhalter und Potsdamer Bahnhof. Während des zweiten Weltkriegs wurde das Gelände stark zerstört und lag anschließend lange Zeit brach. Wildes Grün überzog das Areal. Ein Gutachten erfasste 1980 413 verschiedene Pflanzenarten, ein weiteres ergänzte drei Jahre später zehn Säugetiere und 112 Schmetterlingsarten. Ein verwunschenes Kleinod für Vogelkundler und Naturschützer war entstanden.

 

 

Im September 1997 stellte die Senatsverwaltung erstmals ihr Konzept zur Entwicklung des Parks vor, das in großem Maße die Beteiligung der Bürger vorsah.

2005 wurde ein städtebaulicher Vertrag zwischen dem Land Berlin und der Vivico, die als Immobiliengesellschaft die ehemaligen Bahn- Liegenschaften verwaltete und ihren Verkauf übersah.

Im Rahmen eines mehrstufigen, prozessorientierten Bürgerbeteiligungsverfahrens wurde 2006 ein Wettbewerb ausgelobt, in dessen Ergebnis das Atelier Loidl mit seinem Entwurf „Die grüne Pause in der Stadt“ als Gewinner gekürt wurde.

Die Jury lobte u.a. die vielfältigen Landschaftsräume des Entwurfes, die unterschiedliche Atmosphären für unterschiedliche Nutzer anböten.

Am Gleisdreieck ist genug Platz für ein Nebeneinander von Intimität und Öffentlichkeit.

Felix Schwarz, Projektleiter Atelier Loidl (Aus: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltkommunikation: Der Park am Gleisdreieck. Idee, Geschichte, Entwicklung und Umsetzung, 2013, S.60)

                                                                                                                                                    

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